Der stumme Fußdiener

Neulich hatte ich eine äußerst seltsame Begegnung mit einem Fußfetischisten, die mich fasziniert hat. Es waren die ersten warmen Frühlingstage und ich war in einem Paar neuer High Heels Pumps unterwegs im Englischen Garten in München. Weil die Heels noch so neu waren und ich wegen des warmen Frühlingswetters überraschend viel in den Lederstilettos schwitzte, taten mir bald die Füße weh.

Eigentlich bin ich ja eine geübte Heelsträgerin und kann stundenlang auf eingetragenen Heels stöckeln, aber bei neuen Schuhen muss sogar eine Heelslady wie ich die Grundregel befolgen: langsam einlaufen! Ich suchte mir also eine Bank, um meine müden Füße auszuruhen und ihnen etwas Erholung zu gönnen. Irgendwie hatte ich ihn gar nicht bemerkt oder vielleicht kam er auch erst später, ich weiß es nicht. Plötzlich stand jedenfalls ein Mann, Mitte dreißig, in Sakko und Jeans neben mir. Noch bevor mir klar war, was passierte, kniete er sich in den Kiesweg zu meinen Füßen, umfasste meinen Schuh und sah mich fragend an.

Ich war so perplex, dass ich nur stumm nickte. Langsam zog er mir die Pumps von den Füßen und begann mit seinen warmen Händen vorsichtig meine Füße zu massieren. Normalerweise lasse ich niemanden so schnell an meine Füße heran, aber irgendwie überzeugten mich seine vorsichtig kreisenden Finger, die meiner mitgenommenen Fußsohle mit sanftem Druck erregende Schauer entlockten. Ich lehnte mich also zurück und überließ dem Fremden meine Füße. Er spielte mit jedem Zeh einzeln, zog an ihnen, knetete sie und umkreiste meine Fersen bis hinauf zum Knöchel.

Zunehmend genoss ich die entspannende Massage und es breitete sich wohlige Wärme aus. Als bestimmt mehrere Minuten vergangen waren, wurde ich langsam unruhig, was der fremde Fußdiener sofort bemerkte und abschließend beide Füße in seine Hände nahm und sie fest drückte. Dann stellte er sie wie Porzellantassen so vorsichtig auf den Boden, verbeugte sich, stand auf, sah mir einen Moment tief in die Augen, sagte „Madame“, nickte und ging.

Barfuss saß ich da, neben mir die Heels und ich brauchte einige Zeit bis ich mich von diesem doch sehr seltsamen, stummen Fußdienst-Erlebnis erholt hatte. Falls du, lieber Fußdiener aus dem Englischen Garten, dies hier liest, ich kam gar nicht dazu etwas zu sagen, deshalb an dieser Stelle: Danke! Und falls du dich melden möchtest, mail mir doch über meine Homepage: www.lady-sandrine.de!


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© Domina Eleonora erzählt BDSM Geschichten aus ihrem normalem Alltag!